Seelsorgeeinheit

„Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen“1 Petr 2,5

Liebe Leserinnen und Leser

Im vergangenen Kalenderjahr durften wir 600 Jahre Bruder Klaus und Dorothee feiern und die faszinierenden Persönlichkeiten näher kennen lernen. Das Jubiläumsjahr ist zwar nun vorbei, doch möchte ich gerne einen Rat von Bruder Klaus ins Neue Jahr 2018 mitnehmen: zufrieden sein mit dem, was man hat.

Neulich konnte ich es gerade wieder nachlesen: Dankbare Menschen sind glücklicher, weniger depressiv, weniger unter Stress und zufriedener mit ihrem Leben und ihren sozialen Beziehungen. Dankbarkeit hat also einen grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden und tut unserer Seele gut. Wie schnell ist es in der heutigen Zeit passiert, dass das Leben an uns vorbeirauscht und wir nicht innehalten, um dem Wesentlichen den Raum zu geben. Doch Zufriedenheit können wir uns nicht einfach herbeiwünschen.

Es gibt mehrere Wege, Dankbarkeit zu üben.

Ein erfolgreicher Versuch ist das abendliche Durchgehen des Tages mit bewusster Fixierung auf gute Erlebnisse, für die man sich bei Gott bedankt. Manche gehen einen Schritt weiter und führen ihr eigenes Dankbarkeitstagebuch. In dieses Buch notieren sie abends jeweils drei Dinge, die ihnen gut getan haben.

Mindestens genauso heilsam ist das Staunen über Gottes Werk, die vielfältige Schöpfung. Ein Film auf Youtube, Gratitude, weist auf die Wunder des Lebens hin, die Gott uns tagtäglich anbietet.

Es tut uns und den anderen Menschen gut, wenn wir unsere Dankbarkeit ausdrücken und es aussprechen. Papst Franziskus sagte dazu einst in Evangelii gaudium ‚Wenn wir das Gute mitteilen, entfaltet es sich. ‘ Ein gesprochenes Wort an unser Gegenüber oder eine nett geschriebene Karte mit einem ehrlich gemeinten Dank erfreut Adressaten wie auch Verfasser.

Entdecken wir im Neuen Jahr die Dankbarkeit neu und lassen uns von ihrer heilsamen Wirkung überraschen.

Mathias Ress