Seelsorgeeinheit

Massnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des
Corona-Virus

Liebe Pfarreiangehörige

Noch immer ist der Corona-Virus in aller Munde. Er schränkt unser privates, öffentliches und spirituelles Leben ein.
Seit dem 27. April ist das 5. Dekret von Bischof Markus Büchel in Kraft. Für uns ist das bindend und wegweisend.
Nach wie vor sind einschneidende Massnahmen notwendig, damit die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamt und die Risikogruppen geschützt werden können. Daher bleiben die Distanz- und Hygienemassnahmen zentral. Der Schutz der Risikogruppen hat Priorität. Den gesamten Umsetzungsplan der Seelsorgeeinheit Neutoggenburg finden Sie hier

Veranstaltungs- und Versammlungsverbot
 Nutzen Sie unser Angebot an verschiedenen, neuen Gottesdienstformen. Sie finden es hier.

Begräbnisse
Begräbnisse dürfen im Familienkreis stattfinden, wobei auch hier die Abstands- und Hygienemassnahmen eingehalten werden müssen. Darum finden die Beerdigungsfeiern nur im Freien statt.

Seelsorge
Aber wir sind für Sie da, wenn Sie seelsorgerliche Betreuung brauchen. So ist es nun erlaubt, die Kommunion nach Hause zu bringen, wenn das jemand wünscht. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Alle Kontaktangaben finden Sie hier. Die Kirchen bleiben weiterhin geöffnet. Seelsorge-, Beratungs- und Beichtgespräche können unter Einhaltung der Massnahmen des Bundes stattfinden. Bis auf Weiteres finden Sie in den Kirchen die Hausgottesdienste, welche Sie auch per Post oder Mail erhalten können.
Bei Unsicherheiten können Sie sich gerne telefonisch im Pfarreisekretariat über die Nummer 071 988 10 70 erkundigen.
Wir möchten als Kirche trotz allem für Sie da sein. Bitte melden Sie sich auch bei uns, wenn Sie jemanden kennen, der Hilfe, einen Telefonanruf oder einen Besuch braucht.

Alle gemeinsam hoffen wir, dass bald wieder Normalität Einzug halten wird. Wir bleiben im Gebet verbunden und danken Ihnen herzlich für das Verständnis.

Pastoralteam, Sekretariat und Verwaltung der Seelsorgeeinheit Neutoggenburg

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„Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen“1 Petr 2,5

Liebe Leserinnen und Leser

Kürzlich stand eine kleine ökumenische Gruppe in der St. Peterzeller Sakristei. Spontan entstand ein tiefes, schönes, respektvolles Gespräch über die Gottesmutter. Es war keine abstrakt-theologische Diskussion, sondern ein ganz persönlicher Austausch. Welche Stellung hat Maria für mich? Eine Frau sagte: «Maria war für mich nie so wichtig, bis ich selber Mutter geworden bin.» Maria als Mutter, das war für sie mit einem Mal die Identifikationsebene. Da hatte sie etwas mit Maria gemeinsam, es gab eine Verbindung. Ich verstehe diese Antwort gut: Maria als Frau, als «eine von uns».

Für mich ist Maria vor allem ein Vorbild. Sie ist für mich eine starke Frau, die zeigt, wie Leben in der Nachfolge Jesu für mich als Frau aussehen kann. Als Kind lernte ich in meiner fränkischen Heimat die Schönstattbewegung kennen; eine Bewegung, die nach «Werktagsheiligkeit» strebt, d.h. nach einer Heiligkeit, die sich gerade im Alltag bewährt und nicht «nur» sonntags in der Kirche. Dabei kann Maria Vorbild sein: diese Frau, die spätestens seit der Verkündigung durch den Engel wusste, dass sie etwas Besonderes, «voll der Gnade» (Lk 1,28) war, die wusste, dass ihr Kind der «Sohn des Höchsten» (Lk 1,32) ist und die trotzdem 30 Jahre lang ebendiesen Sohn in der Einfachheit von Nazareth aufzog, ohne Aufhebens darum zu machen.

Oft wird in der Kirche über die Rolle der Frau diskutiert, gestritten und für ihre Anerkennung protestiert; zum Teil zu Recht. Ich glaube aber, dass wir im Blick auf Maria eine Rolle in der Kirche und in der Welt haben, die uns schon viel Gestaltungsspielraum lässt.

Gerne bete ich deshalb mit dem Gründer Schönstatts Pater Josef Kentenich zu Maria:

«Lass uns gleichen Deinem Bild,
ganz wie Du durchs Leben schreiten:
stark und würdig, schlicht und mild,
Liebe, Fried und Freud verbreiten.
In uns geh durch unsere Zeit,
mach für Christus sie bereit.»

Anna Michel