Seelsorgeeinheit

„Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen“1 Petr 2,5

Liebe Leserinnen und Leser

Wir gehen auf das Weihnachtsfest zu – und die Kinder beginnen «Wunschzettel» zu schreiben. Nur die Kinder? Auch die Erwachsenen haben Wünsche – Wünsche an das Christkind.

Ein Priester fasste seinen «Wunschzettel» einmal in folgendem Gebet zusammen:

„Jesus, göttliches Kind, lass mich aufgenommen sein in das Wunder deiner Kindwerdung. Lass mich hineingenommen sein in das Wunder deiner heiligen Liebe. Und wie du ein Menschenkind geworden bist, so lass mich ein Gotteskind werden, jetzt und in einer ewigen Weihnacht. Amen.“ (Josef Kentenich)

Ist das nicht unser aller grosser Wunsch – neben all den Geschenk-Wünschen, die wir natürlich auch haben: Weihnachten wieder einmal erleben zu können wie ein Kind?! Staunend und ganz tief glaubend. Wie wäre es schön, könnten wir wieder einmal die Krippe mit Kinderaugen betrachten, die nicht nur Holzfiguren sehen, sondern den Zauber einer wahren und wunderbaren Geschichte! Der Geschichte, dass Gott uns so lieb hat, dass er ein kleines Kind geworden ist. Die Geschichte, dass dieses Kind auf die Welt kam und in keiner Herberge war Platz für ihn. Nur Maria, die kleine Magd aus Nazareth, ein Kind des einfachen Volkes, sie stellte sich ihm zur Verfügung, öffnete ihr Herz für ihn. Ganz schlicht – wie ein Kind!

So wünsche ich uns allen, dass wir in der Adventszeit diesem Wünschen und Sehnen in uns Raum geben und dass wir das Weihnachtsfest in diesem Jahr feiern können wie ein Kind – wie Maria: offen, frei und schlicht!

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen ein ganz gesegnetes, «kinderseliges» Weihnachtsfest,

Ihre Anna Michel, Religionspädagogin